Lebererkrankungen beim Hund und Katze

Was sind Lebererkrankungen?

Der Begriff 'Lebererkrankungen' umfasst eine Vielzahl verschiedener Krankheiten, die im Gegensatz zur gesunden Leber eine eingeschränkte Funktionsfähigkeit dieses Organs beschreiben. Die Leber ist das größte innere Organ und an schätzungsweise 1.500 verschiedenen Stoffwechselfunktionen beteiligt. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Verdauung und Umwandlung von Nährstoffen, der Ausscheidung toxischer Substanzen, der Synthese wichtiger Blutbestandteile sowie der Speicherung von Vitaminen und Mineralstoffen.
Viele Lebererkrankungen, die durch Viren, Bakterien oder durch Medikamente und andere chemische Verbindungen ausgelöst werden, führen zu einer Entzündung der Leber, die als Hepatitis bezeichnet wird. Bleibt eine schwere und anhaltende Entzündung der Leber unbehandelt, werden gesunde Leberzellen durch Narbengewebe ersetzt.

Die Funktion der Leber kann auch durch andere Krankheitsprozesse im Körper beeinträchtigt werden; manche Haustiere werden mit Gefäßanomalien geboren, so dass es zu einer 'Umgehung' der Leber kommt und dieser wichtige Nährstoffe entzogen werden.

Folgende Faktoren können die Wahrscheinlichkeit von Lebererkrankungen bei Hunden und Katzen beeinflussen:

  • Alter:

  • Erbkrankheiten und Entwicklungsstörungen führen meist schon in einem sehr frühen Alter zu Symptomen, während Lebertumore vorwiegend bei Haustieren auftreten, die älter als 10 Jahre sind.

  • Rasse:

  • Manche Rassen wie Bedlington- und Yorkshire Terrier, Cocker Spaniel und Siamkatzen sind für bestimmte angeborene oder erworbene Lebererkrankungen anfälliger als andere Rassen.

  • Umwelt:

  • Toxische Verbindungen (wie Pestizide und Herbizide) sowie Medikamente können durch eine orale Aufnahme zu Leberschäden führen.

  • körperliche Konstitution:

  • Bei übergewichtigen Katzen und solchen, die aus verschiedenen Gründen 4-5 Tage lang nichts fressen, ist die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Lebererkrankungen größer.

    Symptome einer Lebererkrankung richtig erkennen ....

    Es kann sich möglicherweise als schwierig herausstellen, eine Lebererkrankung bei Ihrem Tier zu erkennen, da die nachstehenden Symptome auch als Begleiterscheinung vieler anderer Erkrankungen auftreten können:
    Diagnose:

    Eine gründliche Untersuchung Ihres Tieres kann bei Ihrem Tierarzt/Tierärztin den Verdacht einer Lebererkrankung aufkommen lassen.
    Da die klinischen Symptome jedoch häufig unspezifisch sind, kann Ihr Tierarzt /Tierärztin eine Reihe von Untersuchungen anordnen, um die Diagnose zu bestätigen.
    Hierzu zählen:
    Vorsicht! Lebererkrankungen können sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome bemerkbar machen. Wenn Sie Zweifel haben, ob Ihr Tier gesund ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt/Tierärztin

    Behandlung und diätetische Unterstützung bei Lebererkrankungen:

    Je nach Schweregrad und Art der Lebererkrankung wird Ihr Tierarzt/ Tierärztin die geeigneten Maßnahmen einleiten.
    Diese reichen von diätetischen Maßnahmen bis zur medikamentösen Therapie und in manchen Fällen sogar bis zu chirurgischen Eingriffen.

    Die Leber zeichnet sich durch ein erstaunliches Heilungs­ und Regenerationsvermögen aus, vorausgesetzt die Ursache der Erkrankung bleibt nicht bestehen. Die richtige Ernährung spielt bei der Nährstoffversorgung der Leber eine entscheidende Rolle, um die Gewebeerneuerung und die Genesung des Tieres zu unterstützen. Diätfuttermittel für Leberkranke Tieren enthalten hochverdaulichen Proteine, Kohlenhydrate und Fette und tragen somit dazu bei:
    Ihre Check-Liste:

  • Achten Sie auf Anzeichen einer Erkrankung und konsultieren Sie unverzüglich Ihren Tierarzt/Tierärztin.
  • Füttern Sie ausschließlich das von Ihrem Tierarzt/Tierärztin empfohlene Futter.
  • Verteilen Sie die tägliche Futterration auf mehrere kleine Mahlzeiten, eine davon am Abend.
  • Überwachen Sie Gewicht, Verhalten und den allgemeinen Gesundheitszustand Ihre Vierbeiner.
  • Sprechen Sie vor einer Umstellung der Medikamente oder des Fütterungsplans Ihres Tieres mit Ihrem Tierarzt/Tierärztin.


  • Und zuletzt noch ein paar Tipps ...

    Wenn Ihr Tier von einer Lebererkrankung betroffen ist, können Appetit und Wohlbefinden in Mitleidenschaft gezogen werden. Um Ihrem Tier die Umstellung auf ein neues Futter zu erleichtern, können folgende Tipps nützlich sein:
  • Mischen Sie das neue Futter zunächst mit dem gewohnten Futter und erhöhen Sie nach und nach den Anteil des neuen Futters, bis die Umstellung vollzogen ist.
  • Erwärmen Sie Dosenfutter vor der Fütterung auf Körpertemperatur (aber nicht wärmer).
  • Sollte Ihr Tier länger als 48 Stunden die Nahrungsaufnahme verweigern, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Tierarzt/Tierärztin in Verbindung.




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