KEIMFUTTER SELBST HERSTELLEN



Von den Vögeln hoch geschätzt und äußerst gesund ist Keimfutter.
Gerade im Winter stellen die Keimlinge eine vitaminreiche Ergänzung zum üblichen Körnerfutter dar und zur Herstellung kann man das gewohnte Körnerfutter der Vögel verwenden.
Der Keimprozess stellt übrigens auch eine einfache Qualitätskontrolle des Futters dar.
Wenn mehr als 60 Prozent der Körner keimen, handelt es sich um ein gutes Futter. Treiben weniger Keimlinge aus, sollte man das Futter besser wegwerfen.

Um Keimfutter herzustellen, ist höchste Hygiene erforderlich.
Alle verwendeten Utensilien sollten vor und nach Gebrauch gründlich gereinigt und mit heißem - möglichst kochendem - Wasser gespült werden.
Bevor man die Gegenstände mit den Körnern in Berührung bringt, muss man sie abkühlen lassen.
Die Körner, die man keimen lassen möchte, werden in einem Sieb unter kaltem fließendem Wasser gewaschen. Anschließend lässt man sie 4 bis 12 Stunden in frischem Wasser quellen.
Die Quellzeit richtet sich nach den verwendeten Körnern: Für Hirsearten, wie z. B. Japanhirse, sind knappe 6 Stunden ausreichend, während Sonnenblumenkerne gute 10 Stunden quellen sollten.
Bis zu 12 Stunden sollte man Hülsenfrüchte wie Erbsen einweichen. Leinsaat eignet sich übrigens nicht als Keimfutter, denn sie wird im Wasser schleimig.
Danach wird das Quellwasser abgegossen und die Körner werden erneut gewaschen. Nach dem Waschen breitet man sie auf einem Sieb aus und stellt sie für 36 bis 48 Stunden in einen warmen Raum. Während des Keimprozesses ist es empfehlenswert, die Körner zweimal täglich zu waschen. Das Keimfutter ist gut, wenn der Keimling die Schale gesprengt hat und so gerade zu sehen ist, ein richtiger Trieb sollte, sich noch nicht gebildet haben. Vor dem Füttern muss das Keimfutter noch einmal mit fließendem kaltem Wasser gespült werden. Die gekeimten Körner sollten den Vögeln nicht länger als vier Stunden zur Verfügung stehen, damit sie nicht schimmelig werden können.

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